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Programm
Werkstatt der Jungen FilmszeneWerkstatt der Jungen Filmszene

Programm 2026

So 24.05.26 - 13:00 - 18:00 Workshops

Vincent Rabas-Kolominsky
Montage-Workshop
ab 13 Uhr
Sie gilt als die unsichtbare Kunst im Film, oft nehmen wir sie gar nicht wahr: Die Montage! Sie bestimmt den Rhythmus, das Tempo und die emotionale Wirkung eines Films. In diesem vierstündigen Workshop setzen wir uns mit dem Schneiden und Kombinieren von Videoclips auseinander und erzeugen dadurch neue Zusammenhänge, Bedeutungen und Gefühle. Gemeinsam sammeln wir Bildmaterial, manipulieren und remixen es und schauen, welche Wirkungen dadurch entstehen. Wir experimentieren mit selbstgedrehten Handyvideos, Voice-Over, Filmausschnitten, Gaming-Videos, KI und Clips aus dem Internet. Von abstrakten Collagen bis hin zum eigenen Musikvideo darf alles erstellt werden - die Ergebnisse werden am Ende vor der Gruppe präsentiert und können mit nach Hause genommen werden.

Voraussetzungen: Ein eigener schnittfähiger Laptop. Grundlegende Schnittkenntnisse sind von Vorteil.

Vincent Rabas-Kolominsky
ist ein Filmemacher und Filmvermittler mit Sitz in Berlin. Für seine Projekte nutzt er einer Vielzahl von Techniken, darunter Fotografie, Animation, Archivmaterial, Machinima und KI. Parallel arbeitet er im Filmbereich der Bundeszentrale für politische Bildung und organisiert das Nachwuchsfilmfestival YOUKI in Österreich.
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Yasmin Rams
Von der Idee zum grünen Film
ab 13 Uhr - 16 Uhr
Der Workshop vermittelt Tools für die Entwicklung eines Films – vom dramaturgischen Konzept bis zur Auswertung – und zeigt, wie sich dieser Prozess nachhaltig gestalten lässt. Neben praxisnahen Tipps für spannende Geschichten und eine erfolgreiche Filmverwertung steht vor allem Green Producing im Fokus. Dieses gewinnt in der Filmbranche zunehmend an Bedeutung – nicht nur als Fördervoraussetzung, sondern auch als wichtiger Beitrag zum Klimaschutz durch verantwortungsvolles Filmschaffen.
Erste Kenntnisse und Vorerfahrungen in Produktionsabläufen sind von Vorteil.

Yasmin C. Rams
ist Produzentin und Regisseurin. Seit 2016 leitet sie zusammen mit Rodney Charles die Produktionsfirma Perennial Lens, welche Standorte in Darmstadt, London und Los Angeles hat.
Mit Perennial Lens produzierte sie Filme wie unter anderem den abendfüllenden Dokumentarfilm „In Exile“, der seine Weltpremiere beim Toronto International Film Festival hatte oder „Heil Dich Doch Selbst“, der bei den Hofer Filmtagen und bei DOC NYC gezeigt wurde. Yasmin engagiert sich als Produzentin in vielen internationalen Koproduktionen und ist Alumna von Eurodoc und der IDFA Academy.
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Finja Dorner und Johannes Bietz
Barcamp: Das Kino als Treffpunkt und Partizipationsarena
ab 13 Uhr
Dieser Workshop lädt ein zu einem Austausch und zum Träumen darüber was Kino einem Stadtteil geben kann. Im März 2024 wurde in Frankfurt das Berger Kino drei Monate lang Qeer-feministisch besetzt und wiedereröffnet. Das Berger Kino war einst eine Kulturinstutition in Bornheim und Frankfurt, stand aber vier Jahre leer. Zwei Menschen, die bei diesem Prozess dabei waren berichten, von Prozessen Erfolgserlebnissen und Schwierigkeiten. Themen werden sein wie mensch kollektiv ein Kino betreiben, organisieren und finanzieren kann - und wie trotz dem ständigen kapitalistischen Druck kleine Kulturutopien erhalten werden können. Zudem werden die aktuellen Fortschritte des Projekts werden vorgestellt, die anschauliche Beispiele und Ansätze für die realpolitische Umsetzung des Projekts bieten.

Das Kino und kino-ähnliche Orte sind wichtige Präsentationsorte für jungen Filmschaffende.

Finja Dorner
Finja ist 18 Jahre alt und kommt aus Frankfurt. Sie war schon Teil der Kinder-Tiger Jury und ist seit sechs Jahren bei der Jugend Filmjury. Aktuell engagiert sich Finja in einem lokalen Kino.

Johannes Bietz
Johannes ist Designer, Bastler, Movie-Nerd und seitdem das Berger Kino bei ihm um die Ecke besetzt wurde plötzlich auch Kino-Aktivist.
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Vita Spieß
Visuelle Umsetzung im Dokumentarfilm
ab 13 Uhr
Aus meiner Erfahrung als Kamerafrau und DoP berichte ich von der Zusammenarbeit mit Regisseur*innen, die ganz unterschiedliche Ansätze und Vorstellungen mitbringen. Dabei stelle ich verschiedene Formen visueller Gestaltung vor – von experimentellen bis hin zu klassisch beobachtenden Bildsprachen – und zeige im Anschluss ausgewählte Szenen aus den jeweiligen Filmen.

Im nächsten Schritt bitte ich die Teilnehmenden, sich zu zweit zusammenzufinden und zu einem selbstgewählten Thema eine kurze visuelle Umsetzung zu entwickeln.

Zum Abschluss wählen wir gemeinsam zwei Konzepte aus, die sich vor Ort realisieren lassen. In Gruppen geht es dann entweder in den angrenzenden Wald oder an geeignete Orte im Haus, wo auf Grundlage der erarbeiteten Ideen kurze Szenen gedreht werden – möglichst mit wechselnden Rollen innerhalb der Teams.

Erste Erfahrungen im Filmbereich sind für die Teilnahme von Vorteil.

Vita Spieß
liebt den künstlerischen Dokumentarfilm für das Kino und dokumentarische Formate für das Fernsehen. Besonders interessiert es sie Menschen zu begleiten. Sie versucht dabei eine besondere Nähe zu den Protagonist*innen herzustellen. Ihre Arbeit brachte sie an viele Orte der Welt – u.a. den Oman, Japan, Israel, Ägypten, Westbank, Marokko, Tansania, Pakistan, Argentinien und den USA. Viele ihrer Filme wurden mit Preisen ausgezeichnet u.a. 2021 den Preis von HessenFilm und dem HMWK, für die beste Bildgestaltung des Kinodokumentarfilmes 'Heil dich doch Selbst' von Yasmin C. Rams und 2005 und 2003 die Dokumentarfilmpreise von Hessenfilm für 'Opernfieber' und für 'Hauptsache Lehmann'. Sie lebt in Frankfurt am Main und leitet seit vielen Jahren ihre eigene Filmproduktion – die sehstern Filmproduktion, Spieß & Krausz GbR, zusammen mit Reiner Krausz.
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Emily Mank & Film-Team und Maria Weyer (Moderation)
How to make..."Ritual der fünf Seelen"
ab 16 Uhr

Emily Mank und ihr Team haben mit viel Herzblut und Engagement eine 26-minütige Gruselkomödie realisiert – geplant, gedreht und geschnitten, ganz ohne großes Budget.

In diesem Talk berichten sie von ihrem Entstehungsprozess und den besonderen Herausforderungen beim Dreh einer Gruselkomödie. Moderiert wird das Gespräch von Maria Weyer (Leiterin Medienpädagogik und stellvertretende Geschäftsführerin des Medienzentrums Wiesbaden).

Vorab wird der Film auf der großen Leinwand gezeigt und gesichtet; im Anschluss gibt es die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

Über den Film "Ritual der fünf Seelen"
Während den Ermittlungen an vier Vermisstenfällen stoßen die beiden Detektive Esther und Lasse auf übernatürliche Wesen. Plötzlich gehören Hexen, Dämonen und lebende Puppen zu ihrem Alltag. Können sie den Dämon aufhalten, das Ritual zu vollenden, bevor es zu spät ist? Eine Reise voller Witz und Spannung beginnt.

Der Film feierte beim Exground Filmfestival 2025 seine Premiere und gewann den 2. Platz bei den Exground Youth Days 2025.

Dieser Talk findet in Kooperation mit dem Medienzentrum Wiesbaden statt.

In dem neuen Werkstatt-Format "How to make..." berichten junge Filmschaffende über ihre Herangehensweise bei der Produktion ihrer Filme.

Eine vorherige Anmeldung ist nicht nötig.

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Barcamp: Die Jungen Filmszene und die Werkstatt
ab 17 Uhr

Wusstest du, dass wir neben der Werkstatt noch verschiedenste andere Angebote haben, wie Festival-Infos, Workshop-Infos und viel mehr? Ja? Dann komm vorbei und erzähl uns, was du dir noch von uns wünscht! Gerne stellen wir unser aktuelles Angebot vor und informieren dich kurz...
Wir möchten mit euch ins Gespräch kommen: Was möchtet ihr als junge Filmschaffende an Unterstützung? Was wünscht ihr euch in Zukunft von der Werkstatt? Was für Angebote von uns nutzt ihr schon und wo fehlt euch etwas? Du kannst dich gerne bei der Jungen Filmszene im BJF engagieren, wir sind ein gemeinnütziger Verein, der sich über deine Mithilfe freut: Gestalte mit, entwickle weiter...
Das und mehr ab 17 Uhr in lockerer Atmosphäre.

Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig.

Workshopanmeldung

https://interface.bjf.info/werkstatt_workshops/


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Weitere Programmpunkte folgen.

Gefördert vom

Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend