Programm 2019

Das Moderatorenteam
der 54. Werkstatt der Jungen Filmszene

Moderatorin
Joey Steffens
Joey Steffens wurde 1988 in Amsterdam geboren und wuchs dort auf. Nach dem Schulabschluss begann sie eine einjährige Jazz-Ausbildung für Klavier, und zog nach Berlin, wo sie seit 2009 wohnt und lebt. Von 2010 bis 2014 studierte sie an der filmArche Filmregie für narrativen Film und wurde nach ihrem Abschluss in den Vorstand gewählt, in dem sie bis März 2017 aktiv war. Zur Zeit macht sie mit einer Band auch wieder mehr mit Musik.
Moderator
Christoph Dobbitsch
Christoph Dobbitsch ist Filmemacher und Medienwissenschaftler. Als Regisseur ist er im Kurzfilmbereich aktiv sowie für Musikvideos, Dokus und Imagefilme tätig und hat für seine Arbeit bereits auf nationalen und internationalen Festivals Preise gewonnen. Darüber hinaus war er selbst bereits Teilnehmer der Werkstatt der Jungen Filmszene. Er unterrichtet regelmäßig Regie-, Drehbuch und Schauspielseminare und ist Organisator eines Kurzfilmfestivals in seiner Heimatstadt Kiel.

 

 

Fr 7.6.19 - 19:00
Eröffnung - Filmprogramm I

Anh Tú Nguyen - Stuttgart
Tremore
2018 - 04.30 Min. - Animation
Ein Zeichentrickfilm über universale Gefühle, untermalt mit klassischer Musik. „Die Musik von Puccini ist gewoben aus der universellen Menschlichkeit, der klaren Einfachheit, der Leidenschaft, der Qual, Jugend und Trauer, die nicht gesprochen werden kann.“ (Giuseppe Adami)
Internet:
Maurice Boda - Hofheim
Das Geheimnis der 5. Brosche
2018 - 13.49 Min. - Mystery
Fünf Freunde durchforsten den Dachboden des verstorbenen Opa Urban nach Wertsachen. Dabei stoßen Sie auf vier geheimnisvolle Broschen und ein Buch. Die Suche nach der 5. Brosche gestaltet sich als schwierig und ziemlich gefährlich. Der Besitz aller 5 Broschen soll nach der Legende einen Wunsch erfüllen. Der Film hat ein überraschendes Ende.
Alexander Conrads - Köln
Löwin
2018 - 15.22 Min. - Drama
Die elfjährige Leo kümmert sich aufopferungsvoll um ihren depressiven Vater. Ausgerechnet jetzt bemerkt sie, dass ihre beste Freundin Isabell vielleicht mehr als nur ihre beste Freundin ist. Langsam beginnt sie zu verstehen, dass sie auch auf sich selbst aufpassen und sich deshalb von ihrem Vater lösen muss.
Internet: www.alexanderconrads.com
Jean-Luc Klaukien & Moritz Göbel - Wiesbaden
Alles muss man selber machen
2018 - 4.10 Min. - Komödie
In dem Kurzfilm „Alles muss man selber machen“ geht es um einen exzentrischen Regisseur, der in seinem Kopf sein neues Meisterwerk durchspielt. Darin geht es unter anderem um einen jungen Mann, der verfolgt wird.
Internet: www.medienzentrum-wiesbaden.de
Gruppe SimSalaFilm - Rostock
Das Ende vom Anfang
2018 - 10.47 Min. - Kurzspielfilm
"Frau Koma kommt!" hallt die Durchsage durch die Schulflure. Schüler stellen sich in dieser Ausnahmesituation existenzielle Fragen und jemand fasst einen schwerwiegenden Entschluss.
Internet:

 

 

Fr 7.6.19 - 21:30
Filmprogramm II Ü16

Arina Abrosimow, Artem Abrosimow, Mystery Dog, Igor Paul - Dresden
Kochshow
2018 - 1.49 Min. - Legetrick
Vorhang auf für frische Talente! Genießen Sie unser aufwändig choreografiertes Rezept, den anmutigen Tanz unserer kurzlebigen Darsteller auf der Schneidbrettbühne! Doch seien Sie gewarnt, in unserem kulinarischen Stück für Auge, Ohr und Gaumen ist nicht nur die Salatschüssel ein strenger Richter!
Erik Weise - Berlin
Loser
2018 - 07.02 Min. - Komödie
Als ein junger Mann namens Ryan seine Freundin beim Fremdgehen erwischt, verfällt er in eine solche Trauer, dass er daraufhin seine Männlichkeit verliert. Die Folge dessen ist, dass ihm seine Hoden abfallen, die er versucht, wieder an sich zu befestigen. Erst sein zurückgewonnener eiserner Wille lässt ihn seine Männlichkeit und damit seine Hoden zurückgewinnen.
Internet:
Josephine Thiesen - Rostock
verschneckt
2018 - 07.48 Min. - Experimentalfilm
Sie hat einen Schlussstrich gezogen und ihr Leben radikal entschleunigt. Beginn einer Metamorphose. Ergebnisoffen.
Internet:
Florian Bernhardt, Moritz Hinze - Frankfurt am Main
Molly
2018 - 12.46 Min. - Drama / Mystery / Horror
Klara ist Elenas beste Freundin. Auch die geistig eingeschränkte Molly wünscht sich sehr, von Klara anerkannt zu werden. Diese aber nutzt Mollys Naivität regelmäßig zu ihrer eigenen Belustigung aus. Elena beteiligt sich zwar nicht direkt am Mobbing, bringt aber nicht den Mut auf, sich der beliebten Klara entgegenzustellen. Als Klaras Verhalten schließlich zu einer düsteren Wendung führt, findet sich Elena in einem zunehmend horrorhaften Szenario wieder, dass sie ihrer Mitschuld gegenübergestellt.
Leonard Geisler - Freiburg
Der Höhepunkt der Poesie
2019 - 10.40 Min. - Experimental
"Ob mein Müllsack noch immer auf der Straße liegt?", schießt es unserem Protagonisten, der gefesselt und geknebelt im winzigen Kofferraum des Nissan Micra liegt, durch den Kopf. Seine Entführer, zwei junge Filmfanatiker, verlieren während der Autofahrt kein Wort. Oft genug haben sie ihren Plan besprochen. Als ihm der Kartoffelsack vom Kopf gezogen wird, findet sich das Opfer, unser Protagonist, in einem finsteren Keller, irgendwo im Industriegebiet der Stadt, wieder. Er ist umzingelt von Filmequipment: Scheinwerfer, ein Richtmikrofon, eine Spiegelreflexkamera auf einem Stativ. Im Plauderton erklären die zwei Täter ihm, dass sie von den deutschen Filmhochschulen abgelehnt wurden - wieder und wieder - und nun zu dem Entschluss gekommen sind, dass ihre Kunst radikaler, natürlicher, echter werden muss. Frei nach Antonin Artauds Theorie des 'Theaters der Grausamkeit' trägt ihr neuster Film demzufolge den Titel: "Die willkürliche Hinrichtung: Ein Kurzfilm mit tödlichen Folgen".
Gina-Josephine Fischer - Berlin
Barbie Girl
2018 - 03.40 Min. - Essayfilm
“Es ist gar nicht leicht, so schön zu sein, wie man aussieht” heißt ein Zitat von Sharon Stone. Der Film “Barbie Girl” baut auf diesem Zitat auf und ist ein Versuch, die Frage zu beantworten, worin Schönheit besteht. Die Hauptperson Amie, die jeden morgen mit einer unterschiedlichen Haltung gegenüber ihrem Körper aufwacht, gibt ihre Gedanken in dem Film preis. Die zweite Hälfte des Filmes besteht aus einem Cover von dem beliebten Lied “Barbie Girl”. Dabei wird das Lied in einen anderen Kontext gebracht und zeigt, dass jede*r ein “Barbie Girl” ist und zwar aus dem Grund, dass jede*r einzigartig ist.
Internet:
Franz Philipp, Hannah Ernstberger - Pfakofen
Die Pyjamaparty
2018 - 17 Min. - Horror
Eigentlich wollen die fünf Mädchen nach der Schule im Klassenzimmer nur auf den Bus warten, der sie nach Hause fährt. Ein Wochenende ohne Eltern ist angesagt: Party! Aber es kommt zu Komplikationen. Und die sind nur der Anfang des Grauens.
Internet:
Stefan-Manuel Eggenweber - Neustift Innermanzing
Rising
2018 - 04 Min. - Pukeporn
In Rising suche ich nach einer Möglichkeit der Sichtbarmachung und Sprache aus einer unterdrückten Position heraus und stoße dabei auf das Bild des Kotzens. Des Hochpressens des bereits verdaut geglaubten, der Invasion des Mundes durch Mageninhalt, der Aneignung des Mundes durch eine Gegensprache, rau, aggressiv und deutlich. "The northern mouth fills with liquid south. Let the puke rise."

 

 

Sa 8.6.19 - 10:00
Filmprogramm III

Cosmea Spelleken - Karlsruhe
Honigkuchen
2018 - 11.05 Min. - Kurzfilm
Die Junge Kunststudentin Elli verbringt den Weihnachtsabend bei ihrer Familie, anstatt mit ihren Freunden in der WG zu feiern. Sie hofft auf ein gemütliches, warmherziges Weihnachtsfest mit allem was dazugehört, doch muss nach und nach feststellen, dass sie und ihre Familie sehr wenig gemein haben und sich immer weiter auseinander leben. Honigkuchen ist ein Film über Freundschaft, Familie und der Suche nach einem Ort, an dem man ankommen kann.
Internet:
Meike Wüstenberg - Berlin
Flecken und Monster
2018 - 06.11 Min. - Drama
A babysitter discovers romantic feelings for a 12 year old.
Internet:
Arthur Brux - Köln
Bienville Parish
2018 - 12.51 Min. - Drama
Frida und Lea sind seit 4 Jahren ein Paar, aber ihre Beziehung steckt in der Krise. Um die Kurve zu kriegen, beschließen sie, zu spielen wie damals, als alles noch gut war: Frida wird Bonnie, Lea wird Clyde. Schließlich müssen sie realisieren, dass es für Bonnie und Clyde kein Happy End geben kann.
Internet: www.filmschule.de
Sophia Schuster, Laura Gervais - Kassel
341
2018 - 07.21 Min. - Drama
Der Film „341“ zeigt das Zusammentreffen von Joel und Mona, zweier Teenager, die sich in der Gesellschaft nicht wohlfühlen. Die beiden stoßen auf einem Hochhausdach aufeinander und reden über ihre Unsicherheiten: Er hat Wahnvorstellungen und sie Berührungsängste. Die beiden verbringen daraufhin den Tag miteinander, bis sie abends ein leerstehendes Kino entdecken. Dort bricht die Welt um Joel zusammen und er begreift plötzlich, dass er Mona niemals kennengelernt hat.
Tanja Hurrle - Lampertheim
Fisch-Bowle
2019 - 13.24 Min. -
Der zehnjährige Mika verliebt sich zum ersten Mal, während sich seine Eltern zur selben Zeit scheiden.
Caspar Hahnemann und Oskar Sachs - Frankfurt am Main
Rohwolt's Enzy
2018 - 08.06 Min. - Traum
Der Tod kommt, ein letzter Traum. Erst Angst, dann Panik, Verzweiflung und schließlich Akzeptanz des Unausweichlichen.
Adrian Schwartz - Offenburg
Liebesstreifen
2018 - 12.31 Min. - Drama
Junge Liebe ist unberechenbar, junge Liebe ist wild, junge Liebe ist... vor allem eines: unsicher. Lasse und Käthe geben sich allergrößte Mühe zusammenzugehören, doch in beiden schlummert etwas, das zwischen ihnen Distanz schafft. Während sie nicht darüber sprechen kann, kann er es nicht gut sein lassen. In einem Moment größter Hilflosigkeit und Intimität, machen sie sich gegenseitig so verwundbar, dass jedes nächste Wort das Falsche sein könnte. Beide müssen sich eingestehen, dass sie noch weit von dem entfernt sind, was sie sich einmal von Liebe erhoffen, doch genau dabei lernen sie, was Lieben wirklich bedeuten kann.
Constantin Francke, Nino Papke, Janek Uhlig - Dresden
Harry Butter
2018 - 0.42 Min. - Legetrick
Ein ungleicher Wettkampf - drei gegen einen! Mächtige Zaubersprüche werden hin- und hergeschickt, Zauberstäbe wirbeln, Blut spritzt, die Fetzen fliegen. Wer setzt dem Wahnsinn ein Ende?

 

 

Sa 8.6.19 - 13:00
Filmprogramm IV

Medienpädagogisches Projekt - Ludwigsburg
Goldener Käfig
2018 - 11.38 Min. - Doku
Bürokratischer Dschungel, Perspektivlosigkeit und Frustrationen – junge Geflüchtete aus Afghanistan, Syrien, Eritrea und Sierra Leone erzählen von ihren Erfahrungen in Deutschland, das sie selbst als Goldenen Käfig beschreiben. Alles glänzt und doch sind sie gefangen, dürfen nicht arbeiten und keine Ausbildung machen, haben Residenzpflichten und ständig Ärger mit der undurchsichtigen Demokratie. Sie leben in ständiger Angst, abgeschoben zu werden in ein Land, in dem Krieg herrscht und tagtäglich Menschen sterben. Der Film gibt den Geflüchteten eine Stimme und lässt sie selbst zu Wort kommen. Die Gestaltung und freie Umsetzung des Films erfolgte hierbei unter Anleitung von Medienpädagogen und Mitarbeitern des Kreisjugendring Lindau. Das Konzept und die Ideen kamen von den Jugendlichen selbst.
Internet:
Medienpädagogisches Projekt - Wismar
Ameisenkinder
2018 - 03.17 Min. - Trickfilm
Die Ameisenfamilie sucht einen neuen Lebensraum. Während es die Mutter auf die Wiese zieht, will der Vater lieber im Wald leben.
Internet:
Alexander Bergmann - München
JULIE
2018 - 11.11 Min. - Coming of Age Drama
Julie lebt in einer Beziehung mit der Surferin Lou. Ihre Liebe zueinander ist freundschaftlich und intim, doch Lou muss seit einiger Zeit nachts im Krankenhaus arbeiten, um die Miete ihrer gemeinsamen Wohnung zu zahlen. Julie lebt in den Tag hinein und verbringt die meiste Zeit beim Surfen am Eisbach. Dort lernt sie Ben kennen. Die beiden gehen auf ein Date und schlafen miteinander. Ben verschwindet direkt danach. Julie hat daraufhin Schuldgefühle gegenüber Lou und erzählt ihr eines Nachts davon, was ihre Beziehung auf eine ernste Probe stellt. Es geht um die Suche nach dem kurzen Moment des Glücks. Nicht nur beim Surfen auf der Welle, sondern auch in einer Beziehung. Und - nach dem Fall - um das immer wiederkehrende Moment des Aufstehens und dem Beginnen von Neuem.
Internet: www.alexander-bergmann.com/index.php?id=31
Niklas Blum - Köln
Circular Insanity
2018 - 05.21 Min. - Experimental Drama
Ziel des Kurzfilms war es, die verschiedenen Zustände einer bipolaren Störung in filmische Bilder zu übersetzen, welche es, ohne erklärend zu wirken, dem Zuschauer ermöglichen, einen kurzen Einblick auf die inneren Geschehnisse eines bipolaren Menschen zu erhaschen. Der Wechsel zwischen manischer Hochphase und tiefster Depression, nur unterbrochen von fragilen Phasen der Normalität scheint auf dem Papier leicht verständlich, entzieht sich in der Realität jedoch dem Verständnis vieler Menschen. Hier soll der Film ansetzen. Circular Insanity soll kein Mitleid erregen, sondern versucht, dem Zuschauer durch Empathie einen Zugang zu dem verwirrenden, in gewisser Weise auch beängstigenden, nichtsdestotrotz jedoch sehr relevanten Thema psychischer Störungen zu ermöglichen. Er konzentriert sich eher auf den Menschen hinter der Krankheit und dessen Emotionen, als die Symptome einer bipolaren Störung zu erklären. Hierdurch hat der Zuschauer die Möglichkeit sich das gesehene auf dem Weg der Empathie selbst zu erschließen.
Benjamin Röder - Wuppertal
REAL FAKE
2018 - 02.50 Min. - Komödie
Manchmal ist die Realität doch nicht so schön, wie man sie gerne hätte. Wenn man kurz selbst Hand anlegt, wird schnell aus REAL ein FAKE, ein REAL FAKE.
Internet:
Simon Marian Hoffmann - Adelberg
Bildungsgang
1018 - 10 Min. - Musikvideo
Das Musikvideo zeigt eine Gruppe von Jugendlichen, die nach dem Tod ihrer Mitabiturientin mit einer großen Demonstration ein Zeichen gegen Fremdbestimmung und für ein freies Bildungswesen in der Schule setzen. Projektbeschreibung Die neugegründete JugeNGO "Demokratische Stimme der Jugend e.V." hat es sich zur Aufgabe gemacht, der Jugend eine Stimme in der Gesellschaft zu geben. Direkt, provokant und laut.  Ihre erste Kampagne war der BILDUNGSGANG, eine große Demonstration in Stuttgart, die die jugendlichen Aktivisten zwischen 14-22 Jahren selbst organisiert und umgesetzt haben. Sie demonstrierten für ein modernes Schulsystem des 21. Jahrhunderts, in dem es um selbstbestimmtes Lernen, freie Entfaltung und eine angebrachte Fehlerkultur ging. Es gab einen eigenen Pop-Song, mehrere Vorträge, Interviews, Schulbesuche, Seminare, Workshops, Performances und Aktionen wie Kreidepartys oder Flugblattverteilungen im Vorfeld. Insgesamt waren in der Vorbereitung über 100 Jugendliche aus Deutschland, Österreich und der Schweiz beteiligt. Die gesamte Bewegung wurde in Bildern aufgezeichnet und zu einem Musikvideo, was die Kernaussage auf den Punkt bringt, fusioniert. Am Ende gab es ein "Manifest der Jugend" für ein Bildungssystem der Zukunft, welches in einigen Zeitschriften veröffentlicht wurde.  Als ein weiteres Ergebnis entstand der Wunsch nach einem "gemeinwohlorientierten Bildungsbrief", der als Alternative zum Abitur alle jene Kompetenzen festhalten sollte, die in den Noten nicht feststellbar, für eine gesunde Gesellschaft aber von tiefer Bedeutung sind. Diese Idee soll im Jahr 2019 mit den Demokratischen Schulen, Montessori Schulen, Waldorfschulen und ausgewählten Staatschulen ausgearbeitet und umgesetzt werden. Es soll 2019 einen runden Tisch geben, an dem Gerald Hüther und Richard David Precht sowie Greenpeace beteiligt sind. Konkret heißt die Forderung: die Schule den Schülern! Also die Möglichkeit, selbstbestimmt zu lernen und in der Schule seine Selbstwirksamkeit kennenzulernen. Die BILDUNGSGANG-Bewegung zeigt exemplarisch auf, wie sich die Jugendlichen Bildung vorstellen. Die Aktivisten haben innerhalb von 6 Monaten selbstständig 15 000 € aufgetrieben und sich einen Freiraum geschaffen, in dem jeder jene Aufgaben übernehmen konnte, auf die er Lust hatte oder in denen er gerne mehr lernen wollte. Ohne Zwang, ohne Druck und ohne Erwartung. Dabei wurde nur das umgesetzt, wofür sich ein Verantwortlicher finden ließ. Dadurch wollten die Jugendlichen zeigen, was entstehen kann, wenn man ihnen den Freiraum gibt und wie sie sich eigentlich gesunde Bildung vorstellen. Die gesamten Aktionen wurden in einem Video festgehalten, was als Inspiration und Vorbild für Jugendliche genutzt werden soll Ziel Der Gedanke für den "Bildungsgang" war, dass Jugendliche ihre Bildung in die eigene Hand nehmen. Es ging darum, sich selbst für die eigene Bildung zu verantworten und Selbstwirksamkeit zu erfahren. Wir wollten beweisen, dass Jugendliche, wenn sie einen Freiraum bekommen, diesen durchaus für die Entwicklung ihres eigenen Potentials einsetzen. Dabei lernen sie voneinander, helfen einander und erstellen gemeinsam mehrere Projekte, die in einem großen Projekt, dem Bildungsgang-Musikvideo zusammengefasst sind. Die Jugendlichen sind förmlich über sich selbst herausgewachsen, haben selbstständig Seminare organisiert, Postkarten designt, Demonstrationen angemeldet, Schilder gebastelt, Kooperationen erstellt und sich inhaltlich mit dem Thema Bildung beschäftigt. Wie wünschen sie sich den Umgang mit Bildung, wie wollen sie lernen und wie stellen sie sich ihre optimale Schule vor. All das haben wir in unserem "Manifest jugendlicher Visionen für das Bildungssystem der Zukunft" sowie in einzelnen Forderungen festgehalten. Diese haben wir feierlich dem Kultusministerium von Baden-Württemberg übergeben. Auch künstlerisch wurde sich mit unterschiedlichsten Mitteln mit dem Thema Bildung auseinandergesetzt. Ein wahres Feuerwerk an Kreativität wurde entfacht. Die Gruppe ist heute noch aktiv und versucht den "Bildungsbrief" umzusetzen, sowie einen eigenen Studiengang mit dem Schwerpunkt "Changemaking" gemeinsam mit Greenpeace umzusetzen.
Internet: demokratische-stimme-der-jugend.de/bildungsgang/
Johanna Jannsen - Flensburg
M'athair
2017 - 08.28 Min. - Dokumentarfilm
Der dokumentarische Kurzfilm "M'athair" / "Mein Vater" erzählt die Geschichte des Fährmanns Peadar, der sich um seinen 99 Jahre alten Vater kümmert. Umgeben von der rauen Atlantikküste Irlands, wird es für den Sohn immer schwieriger, seinen Vater aus dem Haus zu bekommen. Obwohl der Zuschauer den Vater nie zu Gesicht bekommt, ist seine Anwesenheit im Inselalltag der Aran Islands und in den Gedanken seines Sohns Peadars stets spürbar.
Internet: www.facebook.com/mathairmyfather/
HazePaw - Essen
(Jungfrauen)geburt
2018 - 11.15 Min. - Dokumentation
Die Dokumentation "(Jungfrauen)geburt" erzählt die bewegende Geschichte von Uta Ranke-Heinemann. Aufgewachsen während des Zweiten Weltkrieges lernte sie früh, sich für Bildung und Karriere durchzusetzen. Von klein auf scheute sie sich nicht davor, anders zu sein und war bereit, für ihre Überzeugungen und ihre Rechte zu kämpfen. Der Weg der heute weltberühmten Theologin war jedoch nicht immer einfach und mit vielen gesellschaftlichen Hindernissen gepflastert. Dies kostete sie ein sehr persönliches, wertvolles Opfer.
Internet: www.facebook.com/hazepaw/

 

 

Sa 8.6.19 - 15:30
Filmprogramm V

Jakob Werner - Potsdam
MAIRIMASIL - Yanira
2018 - 03.57 Min. - Musikvideo
Eine Angst kann uns von innen zerfressen. Sie zieht uns runter und nimmt uns unseren Halt. Stets präsent in unseren Gedanken. Wir müssen uns ihr stellen, sonst fallen wir immer tiefer. Wir dürfen keine Angst vor der Angst haben. Wir alle haben den Geist in uns, der uns aufsteigen lässt. Wenn wir tief genug suchen, wird er da sein.
Medienpädagogisches Projekt - Waren (Müritz)
Box dich durch!
2017 - 11.45 Min. - Dokumentation
Der Film zeigt, wie Jugendliche durchs Training Selbstbewusstsein gewinnen, Disziplin und ein respektvolles Miteinander lernen. So auch Ani Manukyan und Mohammed Daghsh. In der Dokumentation lernen wir den familiären Alltag der beiden 15-jährigen kennen und erfahren mehr über ihr Leben, sowie die Rolle des Sports darin.
Internet: www.klappe-gegen-rassismus.de
Jonas Erler - Chemnitz
VR oder (trugbilder einer familie)
2018 - 10.05 Min. - Art house
Die Schnittstelle gegensätzlicher Wirklichkeiten wird zerrissen. Es sind Leidenschaften und Ängste von unfassbarer Stärke, welche die Geschwister verbinden und auseinandertreiben. Was bleibt: die Suche nach Liebe – die Flucht in eine andere Realität?
Medienpädgogisches Projekt - Hamburg
Meine peinliche Mutter
2018 - 04.44 Min. - Komödie
Der 13-jährigen Jenny ist so ziemlich alles an ihrer Mutter unangenehm, besonders wenn die coolen Jungs aus ihrer Schule sie mit ihr sehen können. Da hilft eigentlich nur, sich unsichtbar zu machen.
Internet: www.jugendfilm-ev.de
Brenda Lien - Offenbach am Main
Call of Comfort
2018 - 08.50 Min. - Experimental
“Please agree to terms and conditions to be a part of the Community,” says the Big Data crystal ball as it bathes you in positive affirmations and hyper-personalized ads, “All for your own benefit, of course.” You are a never-ending energy source. Feel your body becoming heavy and relaxed, and just say, “Yes!" An experimental film about current technology seducing us to sacrifice our privacy, in hope of an optimized life.
Internet:
Clara Jäschke - Bad Soden
Long Lonely Nights
2019 - 10.47 Min. - Drama
Um sich und ihrer Familie ein besseres Leben zu ermöglichen, taucht eine junge Russin im Frankfurter Bahnhofsviertel unter. Den Film „Long Lonely Nights“ haben wir im Dezember 2018 im Frankfurter Bahnhofsviertel gedreht. Das Viertel ist bekannt für Rotlicht, Drogen und Kriminalität. Es ist ein Ort, der von vielen gemieden wird und so wirkt das Viertel, das sich inmitten der Großstadt befindet, fast dörflich. Barbesitzer und Fixer, Drag Queens und Rezeptionisten: Hier kennt man sich. Viele Menschen, die man auf der Straße beobachtet, führen Zweckfreundschaften, doch sie tragen zu einem dichten Netzwerk und einer ganz eigenen Atmosphäre bei. Mithilfe einer Protagonistin, die erstmals mit dem Milieu in Berührung kommt, ist ein Kurzfilm entstanden, der den Menschen, die dort lieben, leben und leiden, ein Gesicht gibt.
Internet: -
Mio Diedrich - Wuppertal
Hambi bleibt!
2018 - 15.01 Min. - Reportage
„Hambi bleibt“ rufen die Menschen, die am 22. und 23. September 2018 im und vor dem Hambacher Forst für dessen Erhalt protestieren. Sie kämpfen für den Wald, gegen die Rodung durch RWE für den Braunkohletagebau, für ein Leben im Einklang mit der Natur, gegen die lebensfeindliche und geldgelenkte Industrie. Ein Team von jungen Filmemachern dokumentiert an diesem Wochenende die Proteste der Waldbesetzer in ihren Baumhäusern, die Trauer um den Tod eines Journalisten, der von einem Baumhaus abstürzte, den Barrikadenbau und Widerstand gegen die Polizei, den Waldspaziergang, bei dem 8.000 Bürger*innen am Sonntag im Wald den Kampf unterstützen. Waldbesetzer und Demonstranten beschreiben ihre Motivationen und Ziele. Ein parteiischer Film, der Mut machen will, sich für den Wald, für ein selbstbestimmtes Leben einzusetzen.
Internet:
Bela Brillowska - Hamburg
Julchen und die Geister
2018 - 9.08 Min. - Experimental
Julchen ist eine von sich selbst beauftragte Agentin, um Ordnung in die Welt zu schaffen. Sie lebt mit ihrem 20 Katzen in einer grünen, surrealistischen Welt, arbeitet hier und da als Medium und Immitatorin und ab und zu so gar als Angela Merkel Double, da diese ja nicht überall sein kann. Zudem lebt sie nicht nur grün, sondern hält auch grün - sie hat eine Unmenge an Pflanzen, die sie in verschiedenen Sprachen lehrt.

 

 

Sa 8.6.19 - 20:00 - Caligari
Filmprogramm VI in der Caligari FilmBühne

Moritz Richter - Wiesbaden
Die geheime Fähigkeit
2018 - 06.30 Min. - Spielfilm
Luke hat es schwer in der Schule. Seine Mitschüler mobben ihn, aufgrund einer körperlichen Einschränkung. Beim Baskettballspiel im Sportunterricht wird er aufgrund dessen ausgeschlossen und ausgelacht. Seine Mitschüler ahnen jedoch nicht, welche Fähigkeiten er besitzt.
Internet: www.medienzentrum-wiesbaden.de
Paul Reinholz - Wuppertal
Wakiloo
2018 - 08.16 Min. - Drama/Komödie
Drei Geschichten von Eingewanderten und ihren alltäglichen Herausforderungen des Fremd- und Andersseins in Deutschland. Vinz wird beim Einkaufen schräg angeschaut, Rob auf der Arbeit belästigt und Uris Dates laufen auch nicht wie geplant. Doch die drei Freunde lassen sich davon nicht unterkriegen. Englisch mit deutschen Untertiteln.
Internet:
Simon Rupieper - Köln
Tag für Tag und Jahr für Jahr
2018 - 13.21 Min. - Dokumentarfilm
Die letzten Tage im Supermarkt von Herrn und Frau Mix sind nicht wie früher. Die Umstände im Einzelhandel haben sich geändert. Damals standen die Leute Schlange, um bei ihnen einkaufenzugehen und es gab einige Angestellte. Jetzt führen die beiden über 80-Jährigen den Laden allein und die Kundschaft, die Produktauswahl, all das wurde weniger in den letzten Jahren. Mit Hingabe und Disziplin wird dennoch jedes Obst gewogen, jedes Brötchen drapiert und jeder Aufwand betrieben, um die so geschätzte Kundschaft zufriedenzustellen.
Internet:
Lorenz Reisel, Sophie Henriksson - Freiburg
Watermorphosis
2018 - 04.16 Min. - Tanzfilm, Experimental, Umweltschutz
Schwerelos bewegt sich Leben durch die dunkle Unendlichkeit, durch einen mystischen Raum ohne Bedrohung. Unschuldig erscheint der Quallentanz, der die Schönheit der Natur verkörpert. Und so plötzlich, wie er entsteht, wird er verletzlich und körperlich - das Leben wird durch tote Materie erstickt. Durch Plastik. Realität. 4,8–12,7 Millionen Tonnen Plastikmüll etwa gelangen pro Jahr in unsere Weltmeere. - Wo kommt es her? Wo zieht es hin? Was bleibt? Diese und weitere Fragen stellt der Kurzfilm Watermorphosis. Abstrakt inszeniert, auf Fakten basierend, formt er ein Bild, ein Gefühl, einen Gedanken - offen für Interpretationen und Träume.
Internet: www.unterwasserwelten.org/watermorphosis/
Pia Lamster - Berlin
Blaue Stunde
2018 - 13.33 Min. - Kurzspielfilm
Die blaue Stunde markiert den Moment der Dämmerung nach dem Sonnenuntergang, der Tag geht in die Nacht über, und das Quartier zeigt sein anderes Gesicht. Direkt gegenüber, hinter den Fenstern des Stundenhotels, entfaltet sich die Gewalt des Milieus. So nah und doch so fern von unserer Hauptfigur und ihrem eigenen Lebensraum und jenseits jeder Möglichkeit, in einen scheinbar vorgezeichneten Verlauf der Geschehnisse wirksam einzugreifen.
Richard Forstmann - Potsdam
Drei
2017 - 8.30 Min. - Animation
Ein einsamer Mann verhilft einer Pflanze in einem Kaffeetopf zu neuem Leben.

 

 

So 9.6.19 - 10:00
Filmprogramm VII

Ádám Szekeres - Makó
Furcsa hangok
2018 - 02.40 Min. - short film
Is this dream or reality?
Lea Agmon - Darmstadt
Von unscheinbaren Dingen
2018 - 03.37 Min. - Kurzfilm
Hotelgäste lassen allerlei unscheinbare Dinge in ihren Zimmern zurück – Bonbonpapierchen, Kinokarten. Dieser Film erzählt von Zimmermädchen Lina, die solche Dinge heimlich in ihrem kleinen Notizbuch sammelt. Doch eines Tages scheint es, als hätte sie selbst etwas zurückgelassen.
Internet:
Alessandro Schuster - Berlin
Der Junge mit dem Teddy
2018 - 13.57 Min. - Drama
Ein kleiner Junge läuft allein mit seinem Teddy im Arm durch die Stadt und trifft auf seinem Weg einen jungen Mann, der ihn unter seine Fittiche nimmt, bis Geheimnisse enthüllt werden... Dem Zuschauer wird durch kurze Flashbacks, die sich über den Film ziehen, der Hintergrund der Geschichte nach und nach näher gebracht.
Internet: www.facebook.com/pg/theboywiththeteddy/
Medienpädagogisches Projekt - Hamburg
Reise nach Hawaii
2018 - 09.10 Min. - Thriller Komödie
Die Freunde Leo und Bela wollen ausreißen. Sie werden von Belas kleiner Schwester verfolgt. Sie wollen nach Hawaii, aber erst muss Leo etwas essen. Leo hat immer Hunger. Dann werden sie von einer mysteriöse Frau gekidnappt.
Internet: www.jugendfilm-ev.de
Gruppe MediArt - Rostock
Zoey
2018 - 10.12 Min. - Kurzspielfilm
Zoey hat mehr als nur ein Problem. Da kommt die neue Schülerin Victoria in ihre Klasse. Kann diese ihr eine Hilfe sein?
Internet:
Julia Feige - Berlin
Mesme
2018 - 15.00 Min. - Fiktion, Drama, Queer
Ein autofiktives Drama in einer dystopischen Stadt, welches die Situation einer jungen Frau in einem scheinbar immer wiederkehrenden Muster widerspiegelt. Synopsis: MESME liebt Tierdokus über Vögel und mag es ihren Freund JO mit dem Fernglas zu beobachten. Aber die Distanz zwischen ihnen erscheint unüberbrückbar.
Internet: www.facebook.com/MesmeDerFilm/
Fariba Buchheim - München
FORMEN
2018 - 10.42 Min. - Dokumentarfilm
Der Rücken als Schönheitsideal muss gerade sein - er zeigt Stärke. Er ist zudem unser größtes Körperteil und unersetzlich. Unser Rücken ermöglicht das aufrechte Gehen. In FORMEN wird der „andere Rücken“ portraitiert. Jener, der gezeichnet ist durch seine Narben, Krümmungen und Verformungen. FORMEN ist ein experimentelles Portrait über ein Körperteil, das sich meist unter vielen Kleiderschichten versteckt.
Bruno Hoffmann - Dresden
Eintopf
2018 - 1.02 Min. - Legetrick
Man weiß: Eine Chilischote ist eine garstige Kreatur – Kontaktversuche beantwortet sie mit aggressivem Flammenwurf. Drei unerschrockene Helden des Gemüselandes stellen sich in einer minimalistischen Szenerie dem wilden Feuer entgegen. Wird es einen klaren Sieger geben?

 

 

So 9.6.19 - 13:00
Filmprogramm VIII

Tadeus Mehl, Benedikt Protze - Dresden
Verwandlung
2018 - 1.35 Min. - Legetrick
Der Kopf eines jungen Menschen verarbeitet, was auf ihn einströmt. Was geht hinein, wie kommt es heraus? Nichts bleibt wie es war, alles verwandelt sich. Ein Film über die stetige Veränderung und unsere trügerische Wahrnehmung.
Borja Segura - Spain, Makó
Silent shoes
2018 - 02.50 Min. - short film
Story with a pair of shoes. Andong International Film Camp for Youth 2019 - by an International Team from Spain, Germany, Hungary, South Korea
Internet:
Ivan Dubrovin - Münster
I want to be famous
2018 - 14.11 Min. - Travelfilm, Drama
Harry hört viel von dem großen Bollywood und kommt dorthin mit dem Gedanken, Schauspieler zu werden. Doch nicht nur das ist schwer. Das Finden des Hostels ist schon eine Mutprobe. Wem kann ich dort überhaupt vertrauen?
Internet: dubivan.de
Medienpädagogisches Projekt - Recklinghausen
Monstropolis
2018 - 03.39 Min. - Knet-Animation
Ein Junge macht Ferien am Meer. Plötzlich landet er über eine Wasserrutsche in einer geheimnisvollen Unterwasserwelt.
Internet: www.creativwerkstatt-herten.de
Georgia Bauer und Rahel Jung - Stuttgart
Wir schwimmen
2018 - 05.32 Min. - Fiktion
Wir schwimmen - zwischen noch heute und morgen, in Gedanken bei gestern. Von einem Abschied, der keiner sein soll. Aber wir skypen, okay?
Antonia Hofmann - Ottobrunn
Triffst du nur das Zauberwort
2018 - 01.46 Min. - Werbefilm/Wortbedeutungsfilm
Um den letzten Pudding am Buffet zu bekommen, braucht man heutzutage schon mal besondere Superkräfte – man muss mental und körperlich auf alles vorbereitet sein, um den ersehnten Nachtisch für sich zu erobern. Manchmal jedoch, wenn zwei sich streiten, freut sich tatsächlich der dritte, denn die verfügt über eine Zauberkraft aus alten Zeiten, die vielen jungen Kämpfern nicht mehr bekannt ist: Sie kennt das Zauberwort.
Internet:
Jennifer Janke - Wuppertal
Transkids - anders aber normal
2018 - 21.41 Min. - Dokumentation
Wie fühlt es sich an, im falschen Körper zu stecken? Welche Probleme haben junge Transgender und wo fühlen sie sich ausgegrenzt? Auf einem Ausflug zu einem Reiterhof tauschen Léon (13), Liam (14), Ben (14) und Florian (14) sich über ihre persönlichen Erfahrungen mit der eigenen Transition aus.
Internet:

 

 

So 9.6.19 - 14:30 Workshops

Yasmin Rams
Mein Film und sein Publikum
Der Workshop befasst sich mit der zielgerichteten Formulierung eines Filmprojekts und der Auswertung eines Films auf dem nationalen und internationalen Markt.

Die Auswertung von Filmen ist meist ein Thema, das in der Ausbildung zum/zur Filmemacher*in entweder gar nicht oder nur ungenügend behandelt wird. Dabei ist die Auswertung womöglich einer der wichtigsten Gesichtspunkte der Filmproduktion, da sie bestimmt, wer die Filme letztendlich zu Gesicht bekommt. Da dies kein automatischer Prozess ist, ist eine grundlegende Kenntnis der Auswertungsketten ein wichtiger Bestandteil des Werkzeugkastens eines*einer Filmemacher(s)*in. Zudem kann es die Produktion wie auch den Vertrieb eines Films beflügeln, wenn das gewünschte Publikum bereits bei der Konzeptualisierung eines Films mitgedacht wird.

Der Workshop wird in diesem Zuge anhand von Beispielen folgende Fragen behandeln und beantworten:

1. Wie findet mein Film sein Publikum?
2. Was ist die richtige Auswertungsstrategie für meinen Film? Festivals, TV, VOD, Kino und mehr.
3. Film Festival Strategie: Warum läuft mein Film auf Festivals und auf welchen sollte er wann laufen?
4. Was ist ein Sales Agent bzw. Vertrieb und wann ist der richtige Zeitpunkt diesen an Bord zu holen?
5. Was macht ein Filmverleih?
6. Was bedeutet die Premiere meines Films?

Zielgruppe sind jungen Filmschaffende, deren Filme schon auf einigen Festivals liefen.

Es können eigene Projektideen vorgestellt werden. HIerzu bitte eine halbseitige Synopsis/Projektskizze bis zum 01.06. an: jungefilmszene@bjf.info schicken.

Yasmin C. Rams ist Regisseurin und Produzentin. Ihre Filme wurden bereits auf Film Festivals wie dem Toronto International Film Festival, Busan International Film Festival und DOK Leipzig gezeigt und weltweit vertrieben. Zusammen mit ihrem Produktionspartner Rodney Charles leitet sie die Produktionsfirma Perennial Lens mit Büros in Hessen wie auch Los Angeles.
Maren Steffens
Lerne von den Profis - Grundlagen der Drehbuchentwicklung
Ein gutes Drehbuch ist Grundlage für einen guten Film. Es erleichtert die Abstimmung im Team, da alle mit der gleichen Grundlage arbeiten. Im Schnitt hilft es, die Materialfülle zu bewältigen.

Im Workshop wird an den Drehbüchern der Teilnehmer*innen gearbeitet, die dramaturgische Grundstruktur analysiert und über die Erzeugung von Spannung durch Konflikte, Rätsel, scheinbare Lösungen oder Zuspitzungen und Figurenkonstellationen gesprochen. Dafür werden auch einzelne Szenen konkret betrachtet.

Zur Vorbereitung auf den Workshop kann bis zum 15. Mai ein Exposé für einen fiktionalen Film per Email an jungefilmszene@bjf.info eingereicht werden. In Kooperation mit dem Medienzentrum Offener Kanal Offenbach/Frankfurt

Maren Steffens ist studierte Filmwissenschaftlerin und engagierte sich während des Studiums für den Wiederaufbau und die Fortführung des Studierendenfernsehens der Goethe-Universität Frankfurt. Sie arbeitet seit drei Jahren freiberuflich unter anderem mit dem Medienprojektzentrum Offener Kanal Rhein Main in filmpädagogischen Projekten mit Schüler*innen jeder Altersstufe, sowie Lehrende und Erziehenden.
Internet: www.mok-ofm.de/
Achim Dunker
Filmlicht - Einführung in das szenische Ausleuchten
Emotionen zeigen sich am deutlichsten im richtigen Licht. Die Frage ist nur, wie erzeugen die Filmer das? Was ist nötig und wie hält man den Aufwand gering? Wie reagiert das Licht auf die dramatischen Entwicklungen und Veränderungen? Um diese und andere Fragen geht es in dem diesjährigen Workshop von Achim Dunker.

Achim Dunker, ist Dipl. Fotoingenieur. Er arbeitet sei 1979 im Filmbusiness, hat Bücher über Filmlicht, Kamera und Filmton geschrieben, gibt Seminare und hält Vorlesungen an Filmhochschulen. Bei der Werkstatt der Jungen Filmszene ist er zum dritten Mal.
Internet: www.achimdunker.de/
Martin Blankemeyer
Filme machen ohne Geld
Die Digitalisierung senkt die Zugangsschwelle zur Filmproduktion – sie kommt einer großen Demokratisierung gleich. Zu dem Preis, zu dem man früher eine Filmkamera für einen Tag gemietet hat, kann man heute eine HDSLR-Kamera kaufen, deren Leistungen der einer Filmkamera kaum nachstehen.
Es wird für jedermann erreichbar, ein in technischer Hinsicht professionellen Ansprüchen gerecht werdendes Ergebnis abzuliefern – und gleichzeitig entsteht durch diese Situation auch viel mehr Konkurrenz. Um so wichtiger ist daher nun die Beherrschung des Metiers: nicht mehr der Geldbeutel trennt die Spreu vom Weizen, sondern die Sachkunde.

Dieser Workshop richtet sich an alle Filmschaffenden und jene, die es werden wollen, die ohne oder fast ohne Zugang zu den klassischen Finanzierungsinstrumenten ein Filmprojekt realisieren wollen – sei es zu Ausbildungszwecken, als Hobby, als Visitenkarte, um Erfahrungen zu sammeln oder auch, um aus der herrschenden Ökonomie auszubrechen.

Im Laufe des Workshops werden dabei je nach Vorwissen und Interesse der Teilnehmenden verschiedene Stadien der Herstellung und Vermarktung eines fiktionalen Filmprojekts besprochen – jeweils kurz und grundlegend zur Problemstellung der "micro budget"-Situation. Dabei geht es u.a. um folgende Fragen:

Wie verschaffe ich mir einen Überblick, was mein Filmprojekt kosten wird?
Welche Ausgaben kann ich vermeiden?
Welche Verträge müssen die Filmschaffenden mit den Beteiligten geschlossen haben, um den Film verwerten zu können?

Auf diese Weise wird das Seminar die Teilnehmende in die Lage versetzen, eigene Projekte durchzudenken und anzugehen, auch wenn die Ausgangsvoraussetzungen schwierig scheinen mögen, und verfolgt dabei genau einen Zweck: aufzuzeigen, dass (und wie) es doch geht.

Martin Blankemeyer studierte Regie (ESAV Toulouse: Ingénieur-Maître), Medienwirtschaft (FH Wiesbaden: Diplom-Medienwirt) und Medienrecht (Uni Mainz: LL.M.), absolvierte Weiterbildungen wie das Atelier Ludwigsburg-Paris und den EAVE Producers Workshop und arbeitete u.a. als Aufnahmeleiter ("Das Verlangen" - Goldener Leopard in Locarno 2002), Herstellungsleiter ("Die Frau des Polizisten" - Spezialpreis der Jury in Venedig 2013) und Produzent ("Der Rote Punkt" - Bayerischer Filmpreis als Bester Nachwuchsproduzent 2008). Heute ist er primär als Trainer und Berater tätig, als Sachverständiger für Film- und Medienwirtschaft sowie als Vorstand der Münchner Filmwerkstatt.
Internet: www.filmsachverstaendiger.de
Anmeldung
Die Teilnehmerzahl der einzelnen Workshops ist begrenzt, daher bitten wir alle zur Werkstatt angemeldeten Teilnehmer sich in eine der Workshop-Listen ein zu tragen:
Internet: interface.bjf.info/werkstatt_workshops/

 

 

So 9.6.19 - 19:30
Filmprogramm IX

Laura-Sophie Höpflinger - Stuttgart
grenzen
2018 - 03.18 Min. - Experimenteller Kurzfilm
Durch einen Hulahoop werden persönliche Grenzen, durch die wir uns ein, aus- oder abgrenzen und die wir immer mit uns tragen, dargestellt. Sowohl der sich ständig wechselnde Ort, als auch die unterschiedlichen Umstände sollen das Leben und die Kreise, die wir innerhalb dessen ziehen aufzeigen. Die erzählende Figur beleuchtet die Definition der Grenze sehr genau, wodurch sich im Bezug auf die Reifenkomposition nicht nur rein logische Erkenntnisse ergeben, sondern möglicherweise auch emotionale.
Alexandra Bidian, Rabea Rahmig und Nils Schellwald - Wiesbaden
Sick of Waiting
2018 - 76 Min. - Dokumentarfilm
Drei Geschichten, die eines verbindet, der alltägliche Kampf einer Generation, die dicht neben und im Krieg aufwuchs. Ihre Zukunft ist ungewiss. Oft sind nicht einmal die nächsten 48 Stunden absehbar. Es ist eine Generation, die einen wirklichen Frieden und Sicherheit nie kennengelernt hat. Der erste Gentlemens Club des Iraks, ein junger Mann aus Bagdad, der mit Solarenergie gegen den korrupten Strommarkt kämpft und eine junge kurdische Syrerin, die durch Theater versucht, den Krieg zu vergessen. Der Film SICK OF WAITING begleitet diese Menschen und zeigt, dass, egal wo auf dieser Welt, träumen möglich ist.

 

 

So 9.6.19 - 21:30
Filmprogramm X

Gianluca Pistoia -
EinTagsFliege|n|
2019 - 21.30 Min. -
Paul, ein junger Mann aus einem reichen, wenn auch gebrochenen Elternhaus, hat ein Geheimnis. Jetzt sollen ihm 10.000€ in 500er-Scheinen, ein schmerzerfüllter Brief und eine gerissene Prostituierte helfen, dieses Geheimnis loszuwerden.
Michael Bohnenstingl - Kirchheim Neckar
this is a fish film
2018 - 01.15 Min. - Animaton/Humour
A fish asks itself an existential question..
Internet:
Jannik Gensler - Hainburg
Unter Schülern
2018 - 09.30 Min. - Drama
Täglich wird ein Lehrer Zeuge, wie einer seiner Schüler homophob angegriffen wird. Da der Lehrer selbst mit der Angst lebt, zum Zielobjekt seiner Schüler zu werden, traut er sich nicht, für den Schüler einzustehen.
Internet:
Anna-Lena Ponath - Konstanz
Kaltes Wasser
2019 - 01.50 Min. - Drama
Bilder einer besonderen Nacht in der Freundschaft von Madita und Lea.
Anna Roller - München
Die letzten Kinder im Paradies
2018 - 29 Min. -
Die vierzehnjährige Leah lebt mit ihrem kleinen Bruder Theo bei ihrer Großmutter abgeschieden auf dem Land. Als die alte Frau unerwartet stirbt, sind die Kinder auf einmal ganz auf sich alleine gestellt. Leah ist mit der neuen Verantwortung überfordert. Zum ersten Mal bemerkt sie auch pubertäre Veränderungen an ihrem Körper. Ihr ganzes Leben scheint im Umbruch. Aber Leah will an ihrer kleinen Welt um jeden Preis festhalten. Statt Hilfe zu holen, lässt sie die Großmutter im Treppenhaus liegen. Theo schmückt sie mit kindlichem Eifer. Das Haus selber wird zu einem Paradiesgarten in dessen Mitte aber langsam eine Leiche verwest. Ein aufziehendes Gewitter und eine Gruppe übergriffiger Camper werden auf einmal zur Gefahr für das morbide Paradies der Kinder.

 

 

So 9.6.19 - 23:00 Open-Screen-Night

Open-Screen-Night
In der Open-Screen-Night kann jede*r Anwesende eigene Filme zeigen und mit dem Publikum diskutieren, ohne dass der Film vorher gesichtet oder ausgewählt wurde. Die Moderation übernehmen die Filmeschaffenden selbst. Open Screen mit open end.

 

 

Mo 10.6.19 - 10:00
Filmprogramm XI

Lea Esser, Eva Zellner - Ottobrunn
Alpenveilchen
2018 - 05.50 Min. - Spielfilm/Dokumentation/Erfahrungsdokumentation
Heidi kommt an eine neue Schule. Es dauert keine Sekunde, da muss sie erleben, was es bedeutet, nicht dazuzugehören und dies sofort zu spüren zu bekommen. Der Film begleitet sie auf diesem Weg, jeden Tag in jeder Situation Angst haben zu müssen, drangsaliert, schikaniert und ausgestoßen zu werden. „Alpenveilchen“ ist auf Initiative einer fünften Klasse entstanden und den Schülern lag viel daran, zwar auf der einen Seite zu zeigen, wie Mobbing im Alltag aussieht – aber noch mehr lag ihnen daran, dass diejenigen, die beim Film mitgemacht haben, erleben konnten, was es bedeutet, in der Rolle eines anderen zu stecken. Das Erlebnis und die Erfahrung, einer täglich gemobbten Person zu teilen, das Gefühl, der- oder diejenige zu sein, der/die andere ausgrenzt und demütigt – das war in den Augen der Schüler*innen die eigentlich wichtige Erfahrung und Botschaft des Films. „Alpenvielchen“ ist daher eher eine Art Erlebensdokumentation eines Rollenspiels bzw. Rollentauschs. Die Schauspieler*innen kommentieren ihre Erfahrungen ein Jahr nach dem Dreh der Szenen direkt im Film und dadurch offenbaren sich Einsichten, die andernfalls verloren gegangen wären. Bemerkenswert bei diesem Projekt waren die hohe Ausdauer und Eigenständigkeit der Schüler*innen, die von der Idee, über das Drehbuch, Organisation von Drehterminen außerhalb der Schulzeit, langen Gesprächen mit Beteiligten, Betroffenen und den Sozialpädagog*innen und vielen weiteren Aufgaben, die sie stets bereitwillig auf sich genommen haben, reichten.
Internet:
Philos Maurice Klein - Berlin
Perpetuum Aion
2018 - 16.54 Min. - Experimental
Marcel liegt in der Badewanne schwelgt in Erinnerungen an sein erfülltes Leben. In einem Zustand der Verwirrung wechselt der alte Mann zwischen Realität und Vorstellung. Seine Gedanken erscheinen um ihn herum, während er im Geiste durch das, was gewesen ist, wandert.
Internet: www.dukafilm.com
Medienpädagogisches Projekt - Hamburg
Das könnt Ihr Euch abschminken!
2018 - 08.05 Min. - Krimikomödie
Die beiden Diebinnen Stella und Sophia wollen in eine Villa einbrechen, um ein Zauber-Einhorn zu entführen. Damit wollen sie ihren heiß ersehnten Beauty-Salon finanzieren. Doch anstelle des Einhorns finden sie nur ein paar Schweine. Besser etwas als gar nichts. Also nehmen sie die Schweine mit. Ein Fall für Kommissar Bernhardt und Chef Karl.
Internet: www.jugendfilm-ev.de
Lumen Nguyen - Hamburg
Eli - Ein Portrait
2018 - 06.40 Min. - Dokumentation
„Letztendlich ist es ja so, die Seele will dem Körper folgen. Der Körper will der Seele folgen.“ Balian Buschbaum Fernsehdokumentationen mit der Thematik Transgender haben meist einen sehr voyeuristischen Charakter, trotz ihrer vermeintlich aufklärenden Grundhaltung. ELI gewährt einen intimen und ehrlichen Einblick in die Gedankenwelt einer trans* Person. Der Film ist eine Zusammensetzung aus eigenen Aufnahmen und Archivmaterial. Dabei entstehen zwei unterschiedliche Zeitachsen, die sich semantisch ergänzen und sich ineinandern entfalten. Der Rahmen bildet die Stimme, die in das filmische Portrait hinein und wieder hinausführt.
Bernhard Wenger - Wien
Entschuldigung, ich suche den Tischtennisraum und meine Freundin
2018 - 23.11 Min. - Comedy, Bizarre
Ein schwedisches Paar ist auf Wellnessurlaub in den Österreichischen Bergen. Nach einem Streit schlägt Arons Freundin die Tür hinter sich zu und verlässt das Hotelzimmer. Fortan ist Aron auf der Suche nach seiner Freundin. Er taucht in die skurrile Welt des Alpen-Wellnesshotels ein und lässt sich so lange treiben, bis sich die Frage stellt, ob Aron nach seiner Freundin oder sich selbst sucht.
Medienpädagogisches Projekt - Weilheim
Die geheimnisvolle Uhr
2018 - 3.52 Min. - Scherenschnitt-Trickfilm
Ein wilder Wolf, ein leerer Akku und eine Reise durch die Zeit: Zwei Kinder entdecken die Welt von Mutter und Großvater und verändern ihre Geschichte.
Anastasija Kretzschmar - Berlin
Nach Hause
2019 - 04.36 Min. - Animation, Musikvideo, Experimental
Gewitter, Party - Einsamkeit und die letzten Minuten einer Beziehung: farbvolle und gleichzeitig düstere Geschichte einer Liebe, die nach Hause geht.