| So 4.6.06 - 10 h - Workshops Workshops |
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Patrick Winczewski - Regisseur, Schauspieler, Synchronsprecher - Berlin Der schwere Weg... Regisseur, Traumberuf? Wie bewältigt man den Spagat zwischen Eigenausdruck und den Erfordernissen, den die industrielle Fertigungsweise den jungen Regisseuren immer mehr abverlangt? Ist man Realisateur oder Regisseur? Das ist immer mehr die Kernfrage, die den filmischen Alltag dominiert. Dabei muss doch bekanntlicher Weise Kunst und Kommerz kein Widerspruch sein. Patrick Winczewski ist in Berlin geboren und aufgewachsen. Er studierte Schauspiel und ist seit 1980 als Synchronsprecher tätig; u.a. spricht er die deutschen Stimmen von Tom Cruise und Hugh Grant. Seit 1997 führt Patrick Winczewski auch Regie bei Fernsehfilmen. Den Anfang machten 30 Folgen der Daily Soap "Verbotene Liebe", gefolgt von 33 Folgen "Lindenstrasse". Seither arbeitete er als Regisseur in zahlreichen Produktionen, z.B. "Herzschlag", "Ein anderes Leben", "SOKO 5113", "SOKO Köln" und bei 22 Folgen von "SOKO Leipzig". |
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Florian Gärtner - Regisseur, Berlin Film und Emotion "Ein Film ist emotional, nicht wenn der Schauspieler heult, sondern wenn der Zuschauer heult" Von einem guten Film erwarte ich zuallererst, dass er mich auf der Gefühlsebene anspricht. Dann sehe ich oscarreif schluchzende Schauspieler zu oscarreif schluchzender Musik - und ich sitz davor und denke: Das geht mir eigentlich am Arsch vorbei. Warum eigentlich? Was machen die falsch? Wie kann man das besser hinkriegen? Anhand von gelungenen und weniger gelungenen Szenen auch aus meinen eigenen Filmen will ich zusammen mit den Workshopteilnehmern diesen Fragen auf den Grund gehen. Stichpunkte dabei sind für mich Handlungsführung, Rhythmus, Musik, Tongestaltung, Atmosphäre und Authentizität. Jahrgang 1968. Super-8-Autodidakt. Von 1988-91 Teilnahme an der Werkstatt für Junge Filmer, zuletzt mit "Zeichen und Wunder" einem 108minütigem Super-8-Epos über das Filmemachen. Drei Filme für das ZDF/Kleines Fernsehspiel: "ausserirdische" (1992), "Niemand außer mir" (1995) und "Drachenland" (1999). Danach ab in die Primetime: Für die ARD die Mutter-Tochter Tragikomödie "Mensch Mutter" (2004), und für Pro7 zwei Teenie-Komödien: "Sex Up - Jungs haben's auch nicht leicht" (2003) und das Sequel "Sex Up - ich könnt schon wieder" (2005). Bei allen Filmen auch Drehbuch und das waren alles Herzensprojekte, betrachte mich also nach wie vor als Autorenfilmer. Zur Zeit arbeite ich an zwei Melodramen für die ARD und sitze nebenbei an meinem ersten Auftragsdrehbuch, für den Kinofilm "Ausbilder Schmidt - der Film". |
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Tomislav Turina - Vorstand der FilmArche e.V. - Berlin "Aus Fleisch und Blut" - Figuren im Film "Handeln offenbart den Charakter", ein Spruch, der im Film ebenso wie im wirklichen Leben gilt. Der Drehbuchautor und Regisseur Tomislav Turina vermittelt in zweieinhalb Stunden, wie Haltungen, Defizite und Gegensätze das Handeln von Figuren bereichern und aus hölzernen Puppen lebendige "Menschen" werden lassen. Im Mittelpunkt des Vortrags steht die Vermittlung einfacher, aber effektiver Mittel zur Gestaltung spannender und einzigartiger Figuren. Tomislav Turina ist Drehbuchautor (u.a. Folgen von Wolffs Revier, Benjamin Blümchen, Karfunkel), Regisseur und Dozent, außerdem Vorstandsmitglied der selbst organisierten Filmschule FilmArche e.V. in Berlin. |
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Ute Dillenhöfer - Magic Arts Publishing, Dortmund Urheberrecht im Musikbereich oder Alles was Recht ist! Wie komme ich eigentlich an die richtige Musik für meinen Film? Muss ich was bezahlen, falls ja, an wen, und wie viel überhaupt? Welche Schwierigkeiten können bei nationalen und internationalen Produktionen aus der Sicht des Filmemachers und des Verlages entstehen? Synchronisationsrecht und Nutzungsrecht, Vervielfältigungsrecht und Aufführungsrecht. Bei der Nutzung von Musik im Film sind die verschiedensten Rechte zu beachten. Ute Dillenhöfer, langjährige Mitarbeiterin von Magic Arts Publishing, einem Musikverlag aus dem Independent Bereich, plaudert aus dem Nähkästchen und gibt Tipps im Umgang mit Musikverlag, Label und Gema. Magic Arts Publishing ist ein Musikverlag aus dem Independent Bereich und arbeitet sehr eng mit Century Media Records, einem der führenden unabhängigen Metal Label, zusammen. Dies ermöglicht die Rechtevergabe aus einer Hand. Die Abwicklung von Lizenzvergaben an Filmproduzenten wird somit deutlich vereinfacht, da ein Ansprechpartner für alle aufkommenden Rechtsfragen zuständig ist. |
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