Zum Artikel springen
Programm
Werkstatt der Jungen Filmszene

Programm 2019

So 9.6.19 - 14:30 Workshops

Yasmin Rams
Mein Film und sein Publikum
Der Workshop befasst sich mit der zielgerichteten Formulierung eines Filmprojekts und der Auswertung eines Films auf dem nationalen und internationalen Markt.

Die Auswertung von Filmen ist meist ein Thema, das in der Ausbildung zum/zur Filmemacher*in entweder gar nicht oder nur ungenügend behandelt wird. Dabei ist die Auswertung womöglich einer der wichtigsten Gesichtspunkte der Filmproduktion, da sie bestimmt, wer die Filme letztendlich zu Gesicht bekommt. Da dies kein automatischer Prozess ist, ist eine grundlegende Kenntnis der Auswertungsketten ein wichtiger Bestandteil des Werkzeugkastens eines*einer Filmemacher(s)*in. Zudem kann es die Produktion wie auch den Vertrieb eines Films beflügeln, wenn das gewünschte Publikum bereits bei der Konzeptualisierung eines Films mitgedacht wird.

Der Workshop wird in diesem Zuge anhand von Beispielen folgende Fragen behandeln und beantworten:

1. Wie findet mein Film sein Publikum?
2. Was ist die richtige Auswertungsstrategie für meinen Film? Festivals, TV, VOD, Kino und mehr.
3. Film Festival Strategie: Warum läuft mein Film auf Festivals und auf welchen sollte er wann laufen?
4. Was ist ein Sales Agent bzw. Vertrieb und wann ist der richtige Zeitpunkt diesen an Bord zu holen?
5. Was macht ein Filmverleih?
6. Was bedeutet die Premiere meines Films?

Zielgruppe sind jungen Filmschaffende, deren Filme schon auf einigen Festivals liefen.

Es können eigene Projektideen vorgestellt werden. HIerzu bitte eine halbseitige Synopsis/Projektskizze bis zum 01.06. an: jungefilmszene@bjf.info schicken.

Yasmin C. Rams ist Regisseurin und Produzentin. Ihre Filme wurden bereits auf Film Festivals wie dem Toronto International Film Festival, Busan International Film Festival und DOK Leipzig gezeigt und weltweit vertrieben. Zusammen mit ihrem Produktionspartner Rodney Charles leitet sie die Produktionsfirma Perennial Lens mit Büros in Hessen wie auch Los Angeles.

Maren Steffens
Lerne von den Profis - Grundlagen der Drehbuchentwicklung
Ein gutes Drehbuch ist Grundlage für einen guten Film. Es erleichtert die Abstimmung im Team, da alle mit der gleichen Grundlage arbeiten. Im Schnitt hilft es, die Materialfülle zu bewältigen.

Im Workshop wird an den Drehbüchern der Teilnehmer*innen gearbeitet, die dramaturgische Grundstruktur analysiert und über die Erzeugung von Spannung durch Konflikte, Rätsel, scheinbare Lösungen oder Zuspitzungen und Figurenkonstellationen gesprochen. Dafür werden auch einzelne Szenen konkret betrachtet.

Zur Vorbereitung auf den Workshop kann bis zum 15. Mai ein Exposé für einen fiktionalen Film per Email an jungefilmszene@bjf.info eingereicht werden. In Kooperation mit dem Medienzentrum Offener Kanal Offenbach/Frankfurt

Maren Steffens ist studierte Filmwissenschaftlerin und engagierte sich während des Studiums für den Wiederaufbau und die Fortführung des Studierendenfernsehens der Goethe-Universität Frankfurt. Sie arbeitet seit drei Jahren freiberuflich unter anderem mit dem Medienprojektzentrum Offener Kanal Rhein Main in filmpädagogischen Projekten mit Schüler*innen jeder Altersstufe, sowie Lehrende und Erziehenden.
Internet: www.mok-ofm.de/

Achim Dunker
Filmlicht - Einführung in das szenische Ausleuchten
Emotionen zeigen sich am deutlichsten im richtigen Licht. Die Frage ist nur, wie erzeugen die Filmer das? Was ist nötig und wie hält man den Aufwand gering? Wie reagiert das Licht auf die dramatischen Entwicklungen und Veränderungen? Um diese und andere Fragen geht es in dem diesjährigen Workshop von Achim Dunker.

Achim Dunker, ist Dipl. Fotoingenieur. Er arbeitet sei 1979 im Filmbusiness, hat Bücher über Filmlicht, Kamera und Filmton geschrieben, gibt Seminare und hält Vorlesungen an Filmhochschulen. Bei der Werkstatt der Jungen Filmszene ist er zum dritten Mal.
Internet: www.achimdunker.de/

Martin Blankemeyer
Filme machen ohne Geld
Die Digitalisierung senkt die Zugangsschwelle zur Filmproduktion – sie kommt einer großen Demokratisierung gleich. Zu dem Preis, zu dem man früher eine Filmkamera für einen Tag gemietet hat, kann man heute eine HDSLR-Kamera kaufen, deren Leistungen der einer Filmkamera kaum nachstehen.
Es wird für jedermann erreichbar, ein in technischer Hinsicht professionellen Ansprüchen gerecht werdendes Ergebnis abzuliefern – und gleichzeitig entsteht durch diese Situation auch viel mehr Konkurrenz. Um so wichtiger ist daher nun die Beherrschung des Metiers: nicht mehr der Geldbeutel trennt die Spreu vom Weizen, sondern die Sachkunde.

Dieser Workshop richtet sich an alle Filmschaffenden und jene, die es werden wollen, die ohne oder fast ohne Zugang zu den klassischen Finanzierungsinstrumenten ein Filmprojekt realisieren wollen – sei es zu Ausbildungszwecken, als Hobby, als Visitenkarte, um Erfahrungen zu sammeln oder auch, um aus der herrschenden Ökonomie auszubrechen.

Im Laufe des Workshops werden dabei je nach Vorwissen und Interesse der Teilnehmenden verschiedene Stadien der Herstellung und Vermarktung eines fiktionalen Filmprojekts besprochen – jeweils kurz und grundlegend zur Problemstellung der "micro budget"-Situation. Dabei geht es u.a. um folgende Fragen:

Wie verschaffe ich mir einen Überblick, was mein Filmprojekt kosten wird?
Welche Ausgaben kann ich vermeiden?
Welche Verträge müssen die Filmschaffenden mit den Beteiligten geschlossen haben, um den Film verwerten zu können?

Auf diese Weise wird das Seminar die Teilnehmende in die Lage versetzen, eigene Projekte durchzudenken und anzugehen, auch wenn die Ausgangsvoraussetzungen schwierig scheinen mögen, und verfolgt dabei genau einen Zweck: aufzuzeigen, dass (und wie) es doch geht.

Martin Blankemeyer studierte Regie (ESAV Toulouse: Ingénieur-Maître), Medienwirtschaft (FH Wiesbaden: Diplom-Medienwirt) und Medienrecht (Uni Mainz: LL.M.), absolvierte Weiterbildungen wie das Atelier Ludwigsburg-Paris und den EAVE Producers Workshop und arbeitete u.a. als Aufnahmeleiter ("Das Verlangen" - Goldener Leopard in Locarno 2002), Herstellungsleiter ("Die Frau des Polizisten" - Spezialpreis der Jury in Venedig 2013) und Produzent ("Der Rote Punkt" - Bayerischer Filmpreis als Bester Nachwuchsproduzent 2008). Heute ist er primär als Trainer und Berater tätig, als Sachverständiger für Film- und Medienwirtschaft sowie als Vorstand der Münchner Filmwerkstatt.
Internet: www.filmsachverstaendiger.de

Anmeldung
Die Teilnehmerzahl der einzelnen Workshops ist begrenzt, daher bitten wir alle zur Werkstatt angemeldeten Teilnehmer sich in eine der Workshop-Listen ein zu tragen:
Internet: interface.bjf.info/werkstatt_work...

Gefördert vom

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend